Verwandtschaft….
Samstag, 19. Juli 2008 2:57
Sahanya verlangt in ihrem Blog charmant “Klärung für etliche Dinge” und nimmt sich auch Janosch vor.
Ja, es gibt einiges zu erzählen, wobei mir diese Schilderung (per Wikipedia-Diskussion) am besten gefällt:
Auf der Suche nach einem Job geriet ich 1959 an den Verleger Georg Lentz, ich wollte dort vielleicht illustrieren, wenn möglich. Konnte freilich weder zeichnen noch schreiben, nicht einmal orthographisch - (heißt das so?) - richtig. Lentz ist ein teuflischer Vogel, immer zu Unfug bereit - entdeckte als erster diese Komik (ich selbst streite sie eher ab). Er meinte also, in mir diese Clownerie gesehen zu haben, und wir besoffen uns ganz schön zusammen. “Nur dieser Name, der ist doch Scheiße, Junge. Du bist ab jetzt Pole und heißt - wie willst du heißen?” Ich sagte in seligem Halbrausch “Janosch” nur so dahin, und dann schuf er eine Legende über mich. Er erzählte, wohl um die Mädels zu unterhalten, - Mädels waren damals sein Hauptvergnügen, er war viel schöner als ich, er bekam sie alle, ich keine einzige - er schuf also diese Janosch-Legende. Haarsträubend schöne Geschichten über mich. Alle erlogen - aber wir machten ein Buch.
Und der Räuber Hablitzel, woher hat er den? “Das war mein Buchdrucker”, sagte er beim Bücher signieren in München, “und mir hat der Name gefallen”. Okay… dass es das Verhältnis zu den Nachbarn nicht gerade einfacher macht, konnte ihm ja egal sein. Und, ganz ehrlich, eine gewisse Piratenmentalität predige ich ständig meinen Schülern, vor allem denen aus Fernost mit ihrem Über-Über-Ich. Kann nicht schaden, mir auch nicht, schon gar nicht angesichts all der bibelfesten Ahnen - Tagelöhner, Ölmüller, Bauern, Schreiner, Techniker, Nebenerwerbsorganisten und Soundpiraten, Ideensammler.
Thema: verwandt/bekannt/geschätzt | Kommentare (0) | Autor: micha





