Montag, 5. Februar 2007 0:57

Trivalence I für Flöte, Mandoline und Violoncello, Konzert vom 25. Januar 2007 in der Musikhochschule mit Sachiko Yoshida, Flöte, Susanne Herre, Mandoline und MH, Violoncello.
Kraftvolle Musik von Yasuo Kuwahara, phantasievoll, spannend, tolle Geschichten, aber schwer zu koordinieren.
Im November werde ich gefragt: “Es gibt wieder ein Studenten-Dozenten-Konzert im Januar, möchtest du mitmachen?” - Ich sage ja und finde mich in einem Projekt mit einem japanischen Stück wieder, die Noten sind von Oktavformat (oder so) auf Din-A4 herunterkopiert. Vor jeder Note ein Zeichen, oft kann ich nicht lesen, ob es ein Auflöser oder ein Kreuz ist. Offensichtlich sehr genau notiert, aber - für mich - zu klein. Es gibt keine Aufnahme, jedenfalls keine mit Label-Code, die man beschaffen könnte. Das Stück ist nicht verlegt.
Wir bekommen glücklicherweise größere Noten aus Kobe/Japan und erfahren, dass es eine europäische Erstaufführung sein wird. Die beiden Musiker-Kolleginnen werden dem Stück sehr gut gerecht und haben von Anfang an mächtig Vorsprung. Susanne ist mit dem Werk des Komponisten vertraut und kann japanisch mindestens ansatzweise. Sachiko kommt aus Japan und hat ganz genaue Vorstellungen von der Musik. Bis zum Schluß ein großer Ansporn für mich.
Susanne hält frei eine gelungene Einführung, wir sind gespannt, ob wir im Konzert die verschiedenen Zeitstränge - an manchen Stellen hat jede Stimme ein eigenes Tempo - gut koordinieren können, so wie es gefordert ist.
Fazit: Das Stück war am Konzerttag auf einem sehr anständigen Level und es hat großen Spaß gemacht.
Und jetzt?
Wir haben kleine Schreib- oder Übertragungsfehler entdeckt, aber es gibt noch keinen Verlag für Trivalence I.
Wir haben einen Mitschnitt, aber noch keinen Rundfunk-Aufnahme.
Dieses Stück hätte beides verdient.

[Sachiko muss schnell blättern, Susanne wartet auf den nächsten Einsatz und Micha ist beim Tremolo auf "Gis". Klicken macht groß, Foto von Daniel, danke!]
Sachikos Kommentar (hier): ich habe mit susanne und micha richtig spaß gemacht. ich glaube, dass herr kuwahara auch auf dem himmel froh ist.