Gnadenbrot

Dienstag, 10. August 2010 10:17

Sagt man bei Pferden. Ist es das hier auch, oder eher ein Reanimationsversuch?

Ich habe es durch Zufall bei einem Autoschieber gefunden, der es von einem klammen Kunden in Zahlung genommen hatte. Nach einer Stunde ausprobieren zwischen seinen Autos rückte er es unter Protest für einen zweistelligen Betrag heraus.

Wie üblich in dieser Preislage ist das Griffbrett wahrscheinlich aus Ebenholz, vielleicht aus einem anderen einigermaßen dunklen Holz, und kräftig eingefärbt. Es lohnt sich, es erstmal sauber zu machen und abzuschleifen.

Scheinbar eines der frühen e-Celli von Thomann, als sie versuchten, in die Domäne der Yamaha-Celli einzubrechen. Noch die allererste Elektronik, mit Miniklinke, und der Body viel zu schwer, das Ding drückt auf die Rippen, und gröber gearbeitet als bei den aktuellen Modellen (die inzwischen mit Shadow-Systemen kommen sollen).

Irgendeiner hat den Lack versaut, so dass es dann auch nichts mehr macht, den “Abstandshalter” auf der Rückseite neu zu befestigen. Umgedreht und verkleinert.

Mensur, Saitenlage, Steg: alles gut, aber eine angenehme Spielhaltung kann man ab Werk eigentlich nicht finden. Am linken Knie ist mir zu wenig Holz. Passende Reste von Birke Multiplex liegen schon hier. Wenn ich was geschafft habe, gibt es neue Bilder.

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Die 24-h-Nacht im Schauspielhaus …

Freitag, 12. Februar 2010 9:38

war hoffentlich erst ein Anfang im Kampf um

erstens - den Erhalt der Wuppertaler Bühnen, in einer spielfähigen Form, mit ausreichender Finanzausstattung. Sie haben schon von über 300 auf 200 Mitarbeiter heruntergespart!

zweitens - den würdigen Umgang mit einem der tollsten Theaterhäuser überhaupt, dem Schauspielhaus im Zentrum von Elberfeld. Dieses Haus hat eine große Geschichte, liegt städtebaulich sehr gut und sollte saniert und als Spielstätte genutzt oder als Archiv für Pina Bauschs Tanztheater-Geschichte dienen. Auf jeden Fall muss das gut realisierte “Kleine Schauspielhaus” offenbleiben!

Schön, mit dem eigenen Sohn auf der Bühne zu sein! Und das nachts um fünf …

(Foto 1, 2, 3: Stefan Pangritz, Foto 4: Dr. C. Wissemann-Hartmann)

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Damals, 2002, im Orchesterdienst …

Donnerstag, 19. November 2009 0:49

Urheberrecht hin, Missachtung her - hier interessiert es mich nicht, denn ich mochte es damals sehr gerne und finde es schön, Melba und das eigene Orchester bei youtube zu finden!

Thema: Musik, Sinfonieorchester, Theater | Kommentare (0)

Rachmaninoff und Schostakowitsch 10 im Sinfoniekonzert

Donnerstag, 14. Mai 2009 10:56

Interessant: Die Orchesterbegleitung sehr zurückgenommen und Aleksander Madzar mit dem zweiten Rachmaninoff-Konzert beeindruckend. Wieder einer, bei dem ich spontan denke: toll, sehr stark, und schon beim Klavierkonzert, aber noch mehr in den Zugaben: Er holt sich die Musik, für sich, weil er sie will. Und braucht. Ein Vorbild.

Schostakowitsch 10 - ja. Lang und hart. “Phrasieren Sie nicht!”, das hat die Kollegin sogar in die Noten geschrieben. Ein guter Satz für dieses Stück. Manches im Leben lässt sich nicht harmonisieren.

Oder anders, und es wird jemand verstehen, wenn ich es schreibe: Wenn die Katze nicht ins Wasser will, muss man eben allein durch den Fluss. Drüben ist es ehrlicher und lebendiger.

Thema: Sinfonieorchester | Kommentare (0)

La porta della legge

Mittwoch, 29. April 2009 17:14

Schön, wenn so über Musik geschrieben wird, bei deren Uraufführung du ungeahnt, ungeplant einen wichtigen Part gespielt hast, weil der Dienstplan durcheinander war. Zitat:

Man braucht ein sehr gutes Orchester, damit diese Partitur toll klingt. Das in Wuppertal unter Hilary Griffiths ist es.

Wie sagte Salvatore Sciarrino in einer Probe zu mir, als ich ihn fragte: ein langer Ton auf der C-Saite, aus dem nichts ins mezzoforte und anschließend glissando und eine Sechzehntel-Figur, und das alles auf einem Bogen? Wie er sich das vorstellt, wenn er “flautando, tasto” drüber schreibt? Er meinte: nicht schnell aufgeben, danach zu suchen!

Ja, nicht schnell aufgeben …

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Ja, ich war auch für sie und bin es immer noch!

Dienstag, 21. April 2009 22:15

Hier gibt es in der Westdeutschen Zeitung einen gelungenen Bericht über den Weg einer Kollegin in die Cellogruppe des Sinfonieorchesters.

Über den Probespiel-Zirkus könnte man noch vieles schreiben. Wahrhaft ein spannendes Thema!

Thema: Musikhochschule, Sinfonieorchester, üben und unterrichten | Kommentare (0)

“Cool - aber nicht cool genug”

Montag, 13. April 2009 13:30

Es gibt fremde Federn, mit denen ich mich gerne schmücke!

Thema: verwandt/bekannt/geschätzt | Kommentare (4)

Francaix-Alarm

Montag, 13. April 2009 13:24

Das 3. Kammerkonzert im Mendelssohn-Saal der Historischen Stadthalle mit Oktetten von Francaix und Schubert.

Schubert - ein Genuss. Francaix - genau so schlimm wie Haydn-D-Dur-Konzert oder Mozart KV 563? Du hast das Gefühl, du bist NIE am Ende der Kammer. Krabat beim Fegen.

Aber ansonsten wars sehr angenehm, wie fast immer in dieser Reihe ausverkauft und in vielfältiger Weise etwas sehr besonderes. Dank an die Kollegen.

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