Belajeff on Friedrich-Engels-Allee

Heute Kammermusik mit Freunden. Bei einer Festveranstaltung in der Friedrich-Engels-Allee in Unterbarmen spielen wir das Streichquartett von Nikolaj Rimskij-Korsakow,
Anatolij Ljadow, Alexander Borodin und Alexander Glasunow: “Belajeff gewidmet, auf seinen Namen (B-la-f)”.

Vier Komponisten, vier Sätze, interessant. Der Primarius wollte es schon lange aufführen. Bin gespannt.

Apropos Friedrich-Engels-Allee: Nie war sie so gut wie beim Strassenfest im September 2012, als keine Autos erlaubt waren und an jeder Ecke gefeiert wurde. Es ist ohne Zweifel lohnend, den Autoverkehr langsam zurückzudrängen in dieser Stadt. Bahn, Schwebebahn und Fahrrad – und alle gewinnen.

Neue Saison, die ersten Konzerte: Mozart, Respighi, Strauss, Tschaikowsky, CPE Bach

Die neue Spielzeit noch jung, die Liste der gespielten Komponisten lang – sehr unterschiedliches Material fand sich nach der Sommerpause auf meinem Notenpult.

Zur Saisoneröffnung Mozarts A-Dur Sinfonie KV 201 und die 4. Sinfonie von Mendelssohn-Bartholdy, die “Italienische” – ein Bericht von Michael Lang in der Westdeutschen Zeitung hier: “Wuppertal feiert sein Sinfonieorchester”.

Es folgte “Tosca”, die erste Premiere des neuen Teams im Opernhaus. Es lohnt wegen den Sängern. Weitere Vorstellungen am 3., 4., 5., 10., 11. und 12. Oktober.

Ein Einspringer im Sinfoniekonzert beim Orchester Hagen bescherte mir Respighis “Toccata”, ein sehr gutes und interessant instrumentiertes Stück, und “Aus Italien” vom jungen Richard Strauss.

Das 1. Sinfoniekonzert, wieder zuhause in der Historischen Stadthalle am Johannisberg, brachte Tschaikowskys “Mozartiana” mit einem großen, beeindruckenden und souverän gespielten Solo der Stellvertretenden Konzertmeisterin Anna Heygster, Mozarts g-moll-Sinfonie KV 550 und sein Klavierkonzert c-moll KV 491 mit einer sonntagmorgens sanften, montagsabends zupackenden Olga Scheps als Solistin. Ihre Zugabe, magisch gestaltet und mit unglaublicher Anschlagskunst, wird in Erinnerung bleiben: Gluck, Orpheus und Eurydike, der Reigen seliger Geister.

CPE

Als Gast im Ensemble Sonare gab es Werke von Carl Philipp Emanuel Bach. Die Werke alle interessant, am spannendsten aber das Trio in d-moll Wq 145, das früher Johann Sebastian zugeschrieben wurde (BWV 1036). Könnte auch gut sein, dass Vater und Sohn zusammen komponiert haben. Der Wein muss gut gewesen sein.